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Émile. Émile Zola.

Schriftsteller, Journalist und Romancier.


Mit einer einzigen Headline hob er die antisemitischen Intriganten im französischen Offizierscorps aus dem Sattel. Ein offener Brief an den Präsidenten Frankreichs genügte, um den unschuldig verurteilten jüdischen Offizier Dreyfuss zu rehabilitieren.


Am 13. Januar 1898 veröffentlichte L´AURORE seinen Brief mit der legendären Überschrift J’accuse und, aktuell artikuliert, rockte damit ganz Frankreich.


Wer wissen will, wie Zola ein großes Land bewegen konnte - voila: Es war ein Erfolgscocktail aus Mut, Leidenschaft, Authentizität, Kampfbereitschaft, Wahrheitssuche, sprachlicher Kompetenz und Gerechtigkeitsempfinden. Diese Mischung drückte sich in jedem Absatz aus und wurde in jeder Zeile fühlbar.


Wer heute Zola sucht, findet ihn nicht. Weder bei Maischberger noch bei Illner oder Lanz. Nicht im Bundestag oder bei Repräsentanten, die larmoyant klagen, statt mutig anzuklagen. Wir finden ihn nicht, weil es ihn heute nicht gibt. Aber lernen können wir von ihm.