Mit unserer Vortragsreihe im Mai nehmen wir die Staatsgründung Israels unter die Lupe und gehen dabei weit darüber hinaus, was die Ausstellung 1948 bietet. Die Vorträge dauern ca. 1 Stunden und bieten anschließend Raum für Fragen.

Die Vorträge

Momente und Dokumente

06. Mai 2021, 19.30 - 21:00 Uhr

mit Dr. Oren Osterer

 

Stetig bewegte sich die zionistische Bewegung auf Ihr Ziel zu: die Errichtung eines souveränen jüdischen Staates in der historischen Heimat. Diese in der Menschheitsgeschichte einmalige nationale Wiedererweckung hat rund ein halbes Jahrhundert gedauert und war gespickt mit vielen Erfolgsmomenten.

 

Diese Meilensteine sind in offiziellen Dokumenten festgehalten. Vom Basler Programm des Ersten Zionistenkongresses über die Balfour-Deklaration und das Völkerbundmandat bis hin zur Unabhängigkeitserklärung Israels am 14. Mai 1948 - in diesem Vortrag wird die Erfolgsgeschichte des Zionismus anhand der einschlägigen Dokumente nacherzählt. Die Teilnehmer erhalten eine Linksammlung zu den besprochenen Dokumenten, um diese im Nachgang in ganzer Ausführlichkeit selber in Augenschein nehmen zu können.​

Warum gewonnen, warum verloren

13. Mai 2021, 19.30 - 21:00 Uhr

mit Dipl.sc.pol. Leo Sucharewicz

In den Jahrzehnten vor der Staatsgründung glaubte in Europa niemand daran, dass auf dem Gebiet des alten Israel ein neuer jüdischer Staat entstehen könnte. Zu groß erschienen die Widrigkeiten der Natur, zu unfruchtbar das Land, zu heftig die Überfälle marodierender Banden und zu ernst die Drohungen aus den umliegenden arabischen Ländern.

 

Die jüdischen Pioniere überwanden Malaria, trockneten Sümpfe aus, machten die Wüste urbar und konnten sich der Überfälle radikaler arabischer Milizen und der Invasion arabischer Armeen erwehren. Im anschließenden Informationskrieg gegen Israel blieben sie von Anfang an in der Defensive. Mit der Gründung der UNRWA erhielt die antiisraelische Agitation eine international schlagkräftige und nachhaltige Institution. 

Der Vortrag beschreibt die Hintergründe, die zur erfolgreichen Staatsgründung führten und analysiert die Gründe für die bis heute andauernde Schwäche in der Abwehr von Propaganda.

Das arabische Versagen

20. Mai 2021, 19.30 - 21:00 Uhr

mit Dr. Oren Osterer

Die militärische Niederlage der Araber im Mandatsgebiet und der arabischen Staaten im Ersten arabisch-israelischen Krieg von 1947-49 ist unbestritten. Ebenfalls unbestritten ist, dass es die arabische Seite war, die den Krieg vom Zaun brach. Weniger bekannt sind die diplomatischen, politischen und gesellschaftlichen Verfehlungen auf arabischer Seite. 

 

Dieser Vortrag analysiert das Versagen der arabischen Seite angesichts der atemberaubenden Erfolge des Zionismus ab den 1920er Jahren. Die Teilnehmer werden erstaunt sein, welche Möglichkeiten die Araber ausgeschlagen haben, welche verheerenden Entscheidungen sie getroffen haben und zu welch großem Maße sie für das eigene tragische Schicksal die Verantwortung tragen. 

Soft Facts der jüdisch-arabischen Konflikte 

27. Mai 2021, 19.30 - 21:00 Uhr

mit Dipl.sc.pol. Leo Sucharewicz

Zum Nahost Konflikt entstand im Laufe der letzten hundert Jahre ein beispielloses Literaturangebot. Die religiösen, geostrategischen, ideologischen und ethnischen Hintergründe sind gleichermaßen untersucht wie die Einflussnahme internationaler Mächte bis hin zum kalten Krieg. 

Wie so oft in historischer Retrospektive bleiben soziopsychologische Soft Facts auch im jüdisch-arabischen bzw. israelisch-arabischen Konflikt im Hintergrund. Ihre Bedeutung geht aber weit über ein „Feuilleton“ der Geschichte hinaus. Vielmehr prägen sie Stimmungen und Tendenzen, die zu politischen und militärischen „Hard Facts“ kanalisiert werden.

Der Vortrag beschreibt, welchen Einfluss die arabische Feudalgesellschaft unter der osmanischen Herrschaft und in der britischen Mandatszeit hatten. Dazu gehört die Rolle der arabischen Frauen, das Patriarchat und die „Bedrohung“ der Feudalherren durch Demokratie und Frauenrechte in der jüdischen Pioniergesellschaft.  

Die Referenten

Dipl.sc.pol. Leo Sucharewicz

studierte Politikwissenschaft in München mit Schwerpunkt Politische Psychologie, Geschichte und Internationale Beziehungen.

Gründer der NGO ILI -  Like Israel e.V. und des jährlichen Israel Tags. Mitgründer des Demokratie und Information e.V. Kurator der Ausstellung 1948, Entwickler und Autor der Ausstellung Wir Juden, Autor mehrerer Artikel und Bücher über Israel und den Nahen Osten.  

Dr. Oren Osterer

studierte Medienwissenschaft, Politikwissenschaft und Amerikanistik in Bonn und promovierte in Neuere und Neueste Geschichte an der LMU. 2015 leitete er die European Maccabi Games. Seit 2016 berät Osterer gemeinnützige Träger bei Projektentwicklung, Fundraising und Matchmaking.

 

Mehrfach war Osterer bereits für polit-historische und dokumentarische Fernsehproduktionen beratend tätig.

 

Seit 2017 ist Osterer für DEIN aktiv und leitet das Projekt "1948".

Kontakt

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