DEIN Informationen 17.06.2020

Denkmalbehörde besteht auf antisemitischem Relief

Seit dem Mittelalter prangte an der Sankt-Stephanie-Kirche in Calbe ein widerwärtig-antisemitischer Wasserspeier. Nach einer Renovierung sollte er entfernt bleiben. Die Denkmalschutzbehörde Sachsen-Anhalt zwang die protestierende Kirchengemeinde, den Wasserspeier wieder anzubringen.

Welcher Dämon die Denkmalbehörde reitet wissen wir nicht. Bekannt ist, wie verheerend sich Darstellungen dieser Art auswirken. Und wie verstärkend Tatenlosigkeit und Schweigen wäre.

Unsere Aktion:

  • Offener, scharfer Protestbrief an den Direktor der Denkmalbehörde, Prof. Dr. Harald Meller, Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle (Saale)

 
Pressemeldungen und Leserkommentare an:

 

Neues Ruhr Wort: redaktion@neuesruhrwort.de
Stadt Calbe: stadt@calbe.de
Volksstimme: services@volksstimme.de
Domradio: info@domradio.de
Mitteldeutsche Zeitung: info@mz.de

Support und Solidarität mit Pfarrer Jürgen Kohtz,  der sich vehement gegen die Anordnung der Denkmalbehörde stemmt: gemeindebuero.calbe@kk-egeln.de

Support und Solidarität mit Felix Klein, der sich mit dem ganzen Gewicht seines Amtes engagiert: BAKlein@bmi.bund.de

Mitteilung an Institutionen und NGOs wie Christliche-Jüdische Gesellschaft, Landesverband der jüdischen Gemeinden Sachsen Anhalt und andere, mit der Bitte um Beteiligung. 

Kopien der Schreiben zu Dokumentationszwecken am besten an message@dein-ev.net.

Bundesweit existieren ca. 30 solcher antisemitischen Darstellungen an kirchlichen Bauwerken. Die erfolgreiche Durchsetzung in Calbe erleichtert weitere Verfahren. 

 

(OS)

DEIN Informationen 17.06.2020

Wer annektiert das Völkerrecht?

Alle schreiben von allen ab und die wiederum von reflexgetriebenen Israel-Kritikern. Die Fakten zur aktuellen Diskussion um die Westbank:

  1. Wenn ein Staat sich das Territorium eines anderen Staates einverleibt,   handelt es sich um eine Annexion – wie z.B. im Falle der Krim. Die Westbank ist kein souveräner Staat, sondern ein Gebiet, das von Jordanien 1948 völkerrechtswidrig erobert wurde. Ein Gebiet, aus dem die die jordanische Armee die jüdischen Bewohner gewaltsam vertrieb und alle jüdischen Orte, darunter Jerusalem, zerstörte.
     

  2. Die völkerrechtlich bindenden Verträge von Sevres (1920), Lausanne (1923), das Mandat für das Gebiet Palästina (1922) und die San Remo Resolution verlangen die Errichtung eines jüdischen Staates auf dem Gebiet Palästinas. Durch die Gründung Jordaniens und die jordanische Eroberung der Westbank wurde dies geografisch zu 75% verhindert.
     

  3. Die „Rechte indigener Bevölkerungen“ (UNDRIP) sind geschützt. Sie haben Anspruch auf ihr Land, das sie historisch besaßen. Die indigene Bevölkerung des Gebiets Israels, Judah und Samaria sind Juden. Ihr Recht, auf ihrem Gebiet zu siedeln, wurde in der Geschichte der vergangenen 3500 Jahre für 20 Jahre von 1948 bis 1967 mit der Eroberung durch die jordanische Armee unterbrochen.
     

  4. Die von Israel vorgesehene Lösung sieht für palästinensische Araber ein Gebiet vor, das deutlich größer ist als die bestehenden Autonomiegebiete.
     

  5. Das Risiko, dass bei unkontrollierten Außengrenzen ein palästinensischer Terrorstaat entsteht ist politisch real, wie in Gaza zu sehen ist. Hoch ist auch das Risiko, dass der Iran wie in Syrien massiven Einfluss auf diesen Staat nimmt, wodurch eine unkontrollierbare Eskalation vorprogrammiert ist. Die Kontrolle der Grenzen zu Jordanien durch Israel ist die Voraussetzung für eine dauerhafte Friedensregelung.

 

(LS)